Zwischen der Apfelkantate von Matthias Claudius und den Abschiedsworten an Pellka von Joachim Ringelnatz, zwischen Tausendsassa Apfel und dem Gold der Erde, der Kartoffel, zwischen Himmel und Erde wurde beim Erntedankfest des DHB viel Heiteres geboten. Auch Mund und Magen wurden erquickt.
Die Kartoffeln aus der Erde und die Äpfel vom Baum, vom Himmel standen reichlich zur Verfügung. So fand die Kombination von Apfel und Kartoffel in den deutschen Küchen des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts reichlich Spielraum und ergänzen sich bis heute hervorragend in vielen einfachen, schnell zu kochenden Gerichten.
Der Apfel ist des Deutschen liebstes Obst. Er bringt Gesundheit und Genuss auf den Teller, ob süß oder herzhaft. Premiere hatte der Apfel bei der Vorsitzenden Monika Volkmann als Kosmetikum. Sie empfahl täglich das Gesicht, den Hals und die Hände mit einem halbierten Apfel abzureiben. Die austretende Apfelsäure wirkt wie ein sanftes Peeling und die Regeneration neuer Zellen wird gefördert.
Friedrich der Große erkannte den Wert der Kartoffelknolle, die zuvor an den Höfen von Königen und Fürsten nur durch ihre hübschen Blüten erfreute. Heute ist die Kartoffel ein einzigartiges Lebensmittel. Vielseitig, wie kaum ein anderes und immer wieder auf neue Weise köstlich.
Am Abend wurden die Erntedankfestbesucher durch die Küche von Bärbel Esau mit Kartoffelbrei und Apfelmus- Himmel und Erde- und Speckzwiebelsoße verwöhnt.
Friedrich der Große war es auch, der Handwerker aus allen Ländern in Deutschland ansiedelte. Darunter befanden sich auch 24 Spieluhrenmacher. Sie hatten die Aufgabe, elegante Uhren mit Orgelwerk, also Spieluhren zu bauen. Dabei entstanden so nebenbei die ersten Drehorgeln, berichtete Barbara Friedrichs. Sie trug mit ihrer Konzertina und ihrer Drehorgel und Moritaten zur Programmgestaltung bei.
Die Moral des Abends lautete „ein Apfel am Tag, Arzt gespart“ und dass die zahlreichen Kartoffelsorten alle Frauennamen tragen gab Anlass zu Spekulationen - vielleicht wegen der inneren Werte. |